Wie ich meiner dreijährigen Tochter ein Leben im Einklang mit der Mondin nahebringe

Wie ich meiner dreijährigen Tochter ein Leben im Einklang mit der Mondin nahebringe

Unser Mädchen ist fast  4. Die magischen Jahre, in denen Einhörner, Feen und Prinzessinnen die Welt regieren. Vor ungefähr einem halben bis dreiviertel Jahr, habe ich damit begonnen unserem Mädchen die Mondin zu zeigen.

Es ist mir ein Herzensanliegen, dass sie den Mond beachtet und als einen sich stets verändernden Teil ihres Lebens irgendwann einmal annehmen kann.

Begonnen habe ich mit den Vollmond-Abenden. Wie sich die Situationen so ergeben haben, bin ich mit ihr vor dem Einschlafen noch einmal kurz an das Fenster getreten und wir haben den Mond am Himmel gesucht. Manchmal war es auch so, dass sie nicht schlafen konnte nachts und so ging ich mit ihr in Decken eingehüllt in die dunkle Nacht hinaus in den Garten. Es sind einfach magische Momente, wenn wir zwei eng einander gekuschelt den runden, licht-vollen Mond betrachten. Wir suchen die Augen, die Nase und den Mund  und manchmal, wenn mir etwas einfällt, erzähle ich ihr eine der Geschichten aus Großmutter Mondins Leben.

Nach der Phase des Vollmonds, nahm ich den Halbmond hinzu. Es ist doch spannend, dass auf einmal die eine Seite fehlt. Schwups … einfach verschwunden. „Schau mal, jetzt ist die eine Hälfte der Mondin versteckt“. Wir Menschen zeigen uns ja auch nicht immer ganz. Manchmal sieht man nur eine Seite einer Person und die andere können wir nur erahnen oder fühlen.  Größeren Mädchen könnte man hier schon ganz viel Weisheit mit auf den Weg geben. Oder gemeinsam darüber philosophieren, welche Seite in ihr derzeit vorherrscht und welche sich nicht so sehr in der Welt zeigt. Wichtig ist, dass wir Worte wählen, die dem jeweiligen Alter entsprechen.

Unser Mädchen kennt nun schon den Voll- und den Halbmond. In diesen Tagen kam sie zu mir gelaufen und rief: Mama, Mama, ich hab den Halbmond gesehen. Ein kurzer Blick und das Wissen über unsere derzeitige Mondphase sagte mir schnell: Zunehmender Mond! Also ermunterte ich sie, noch einmal genau hinzuschauen. Ein ganzer halber Mondkuchen ist das doch noch nicht, oder? Zur Zeit nimmt die Mondin zu, sagte ich. Sie wächst so wie Du. Das fand sie lustig.

In dieser Phase können wir unsere Liebe ausdehnen und unser Licht ganz nach außen bringen, in dem wir strahlen, lachen, uns lieb haben.

Ich bin gespannt, wann wir beim Schwarzmond ankommen. Die Nächte in denen wir gar nichts sehen am Himmel. Und wir gemeinsam ins Fühlen eintauchen können. Vielleicht frage ich sie dann: „Was glaubst Du, wo sich Mutter Mond versteckt, wenn man sie nicht sieht?“ Ich bin mir sicher, sie antwortet „in Kaling“ – das ist ihre magische Stadt, in der alles möglich ist.

Ja wenn wir uns der Mondin nähern, verstehen auch wir Frauen: zwischen Magie und Realität, zwischen träumen und wachen gibt es keinen Unterschied. Schwestern, hört euren Töchtern bei ihren magischen Spielen, Träumen und Geschichten gut zu. Großmutter Mond webt, während sie träumen und schlafen ihr Leben als zukünftige Frau, Mutter, Zauberin und Alte Weise.

Ein kleines Ritual zu Vollmond für Mütter mit Töchtern:

Sucht euch eine besondere Schale (bei kleineren Kindern: bruchsicher) gemeinsam heraus und lass Dein Mädchen die Schale mit Wasser befüllen. Hilf ihr, die Schale in den Abendstunden hinaus in den Garten zu tragen in den Garten oder an einen magischen Ort in der Natur. Ihr könnt das Wasser segnen, in dem ihr ein Lied singt oder Rosenblätter in das Wasser legt. Stellt die Schale in den Abendstunden vor dem Schlafen gehen hinaus und lasst sie über Nacht dort. Das Wasser wird die Vollmondenergien aufnehmen. Am Morgen begrüßt ihr die Sonne und schaut gemeinsam nach eurer Mondschale. Ihr könnt einen Schluck trinken oder euch die Hände gegenseitig damit einreiben, das 3. Auge segnen… Sei kreativ. Viel Freude!

 

Eure Jana <3

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